Takeout JSON
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Google Takeout: Was ist das und wofür braucht man es?

Google Takeout, was ist das? Googles Datenexport: eine Kopie Ihrer Daten zum Sichern oder Umziehen. Wofür man ihn nutzt und was bei Google Fotos drin ist.

Google Takeout ist Googles Datenexport: Er gibt Ihnen eine vollständige Kopie Ihrer Google-Daten als Dateien, die Ihnen gehören. Man nutzt ihn für eine Sicherung außerhalb von Google, für den Umzug zu einem anderen Dienst wie iCloud, Immich oder einem NAS, oder für den Wechsel in ein anderes Google-Konto.

Takeout kopiert nur. Ihr Google-Konto bleibt, wie es ist, und Sie können so oft exportieren, wie Sie wollen. In den deutschen Kontoeinstellungen heißt der Dienst übrigens "Google Datenexport".

Was Takeout macht

Sie öffnen takeout.google.com und wählen die Google-Dienste aus, zum Beispiel Google Fotos, Gmail, Drive, Kontakte, Kalender oder YouTube. Dann wählen Sie den Dateityp (ZIP oder TGZ), die Größe der Teile (1, 2, 4, 10 oder 50 GB) und das Ziel: einen Download-Link per E-Mail oder Google Drive, Dropbox, OneDrive oder Box.

Google stellt das Archiv dann zusammen. Das dauert einige Stunden bis mehrere Tage, je nach Datenmenge, siehe Wie lange dauert Google Takeout?. Ist der Export fertig, kommt eine E-Mail, und die Download-Links gelten 7 Tage.

Sie können auch einen regelmäßigen Export einstellen: alle 2 Monate, ein Jahr lang. Jeder davon ist wieder eine vollständige Kopie, nicht nur das Neue.

Wofür man Takeout braucht

1. Eine Sicherung außerhalb von Google

Eine Bibliothek in Google Fotos ist keine Sicherung. Wird Ihr Konto gesperrt, gehackt oder versehentlich gelöscht, sind die Fotos mit weg. Ein Takeout-Export auf einer externen Festplatte ist eine zweite Kopie, die nicht an Ihrem Konto hängt. Wie das mit Datum klappt: Google Fotos auf externe Festplatte speichern.

2. Google Fotos verlassen

Takeout ist der einzige Weg, die ganze Bibliothek in einem Schritt herauszuholen. Typische Ziele:

3. Speicherplatz sparen

Ist der Google-Speicher voll, exportieren manche ihre ältesten Fotos und Videos, bewahren sie lokal auf und löschen sie dann in Google Fotos. Die Reihenfolge ist dabei wichtig, dazu unten mehr.

4. In ein anderes Google-Konto umziehen

Google hat keinen Knopf, der eine Fotobibliothek von einem Konto ins andere verschiebt. Takeout im alten Konto und Upload ins neue ist der übliche Weg.

5. Sehen, was Google gespeichert hat

Manche nutzen Takeout nur, um ihre Daten anzusehen: Standortverlauf, Suchverlauf, YouTube-Verlauf. Der Export zeigt alles, was am Konto hängt, in Dateien, die Sie lesen können.

Was bei Google Fotos drin ist

Ein Export von Google Fotos enthält:

  • Ihre Fotos und Videos als die Dateien, die Sie hochgeladen haben, in der Upload-Qualität.
  • Ordner für Ihre Alben und Ordner wie "Photos from 2019" für Fotos ohne Album.
  • Eine .json-Datei neben den meisten Fotos. Darin stehen Aufnahmedatum, GPS-Standort, Beschreibung und Personennamen aus Googles Datenbank. Seit 2024 heißen sie etwa IMG_1234.jpg.supplemental-metadata.json. Siehe Google Takeout JSON-Dateien erklärt.
  • Zusätzliche Kopien: eine -edited-Version jedes bearbeiteten Fotos und eine zweite Kopie, wenn ein Foto in einem Album und im Jahresordner liegt.
  • Live Photos und Motion Photos als zwei getrennte Dateien, ein Standbild und ein kurzes Video.

Wie der Export Schritt für Schritt geht, steht in Google Takeout Fotos herunterladen: Anleitung mit Datum.

Warum danach das Datum nicht stimmt

Das überrascht die meisten. Öffnen Sie die exportierten Fotos am Rechner, zeigen viele das heutige Datum oder den Tag des Downloads.

Der Grund: Google Fotos speichert Aufnahmedatum, Ort und Beschreibung in seiner eigenen Datenbank. Takeout legt diese Angaben in die .json-Dateien und nicht zurück in die Fotos. Kamerafotos haben ihr Datum meist noch in der Datei. Screenshots, WhatsApp-Bilder, Scans und in Google Fotos bearbeitete Fotos oft nicht. Jedes Fotoprogramm sortiert sie dann nach dem Dateidatum, also dem Download-Datum. Mehr dazu in Google Fotos: Datum falsch nach Takeout?.

Der Export ist also vollständig, aber die Information liegt an zwei Orten. Für eine normale Bibliothek muss sie aus jeder .json-Datei in ihr Foto, bevor Sie die Fotos irgendwo importieren.

Das erledigt Takeout JSON Metadata Fixer auf Windows, Mac und Linux. Die App liest die ZIP-Dateien oder die entpackten Ordner, schreibt das echte Aufnahmedatum, den GPS-Standort und die Beschreibungen in jedes Foto, setzt die Dateidaten und kann umbenennen und in Jahres- und Monatsordner sortieren. Die ersten 500 Fotos sind kostenlos, danach kostet Premium einmalig 19,99 $.

Erst nach dem Reparieren bei Google löschen

Takeout löscht nie etwas. Wollen Sie Platz schaffen oder Google verlassen, löschen Sie die Fotos danach selbst, in dieser Reihenfolge:

  1. Alle Teile herunterladen und jeden einmal öffnen.
  2. Datum und Ort aus den .json-Dateien in die Fotos schreiben.
  3. Fotos aus verschiedenen Jahren prüfen, Anzahl mit der Bibliothek vergleichen.
  4. Eine zweite Sicherung auf einem anderen Laufwerk anlegen.
  5. Dann in Google Fotos löschen.

Details: Google Takeout Daten löschen? Der Export löscht nichts.

Häufige Fragen

Ist Google Takeout kostenlos?

Ja. Takeout selbst kostet nichts. Lassen Sie den Export nach Google Drive oder in eine andere Cloud liefern, belegt das Archiv dort Speicherplatz.

Ist Google Takeout sicher?

Ja, es ist Googles offizieller Dienst und läuft in Ihrem eigenen Konto. Worauf Sie trotzdem achten sollten: Ist Google Takeout sicher?.

Brauche ich Takeout, um meine Fotos herunterzuladen?

Für einige Fotos nicht: Sie können sie in Google Fotos auswählen und herunterladen. Für eine ganze Bibliothek ist Takeout der praktische Weg.

Was sind die .json-Dateien im Export?

Sie enthalten Aufnahmedatum, Ort und Beschreibung jedes Fotos. Behalten Sie sie, bis diese Angaben in den Fotos stehen. Wann Sie sie löschen können: Google Fotos JSON-Dateien löschen?.