Takeout JSON
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Google Takeout: Nachteile und Grenzen, die Sie kennen sollten

Die Nachteile von Google Takeout: Datum und Ort in .json-Dateien, viele Teile, Links nur 7 Tage, langsame Exporte, Duplikate und fehlende Daten.

Die größten Nachteile von Google Takeout: Aufnahmedatum und Ort der Fotos kommen in getrennten .json-Dateien, große Exporte werden in viele Archive geteilt, die Download-Links gelten nur 7 Tage, ein Export kann Tage dauern, und manche Daten fehlen ganz. Außerdem gibt es keinen inkrementellen Export: Jeder Export ist eine komplette neue Kopie.

Trotzdem ist Takeout der einzige Weg, eine ganze Google-Fotos-Bibliothek in einem Schritt herauszuholen. Diese Liste zeigt, womit Sie rechnen müssen und was jeweils hilft.

1. Datum und Ort stehen in .json-Dateien, nicht in den Fotos

Das trifft fast alle. Google Fotos speichert Aufnahmedatum, GPS-Standort und Beschreibung in seiner eigenen Datenbank. Takeout legt diese Angaben in eine kleine .json-Datei neben jedem Foto, statt sie ins Foto zu schreiben.

Kamerafotos haben ihr Datum oft noch in der Datei. Screenshots, WhatsApp-Bilder, Scans und in Google Fotos bearbeitete Fotos oft nicht. Apple Fotos, die Windows-Fotos-App, Immich und andere zeigen sie dann mit dem Download-Datum, und die Bibliothek ist durcheinander.

Kein Fotoprogramm liest Googles .json-Format direkt. Die Angaben müssen in die Fotos geschrieben werden. Was drinsteht: Supplemental Metadata JSON in Google Takeout.

2. Die Namen der .json-Dateien werden abgeschnitten

Google kürzt den Namen vor .json auf 46 Zeichen. Seit 2024 haben die Dateien die lange Endung .supplemental-metadata.json, deshalb heißen viele etwa PXL_20230721_092530123.jpg.supplemental-metada.json. Haben zwei Fotos denselben Namen, steht der Zähler (1) in der .json-Datei an einer anderen Stelle als im Foto. Einfache Skripte, die nach "Fotoname + .json" suchen, übersehen diese Dateien.

3. Große Exporte kommen in vielen Teilen

Takeout teilt einen Export in Teile von 1, 2, 4, 10 oder 50 GB, als ZIP oder TGZ. Eine Bibliothek von 300 GB ergibt bei 2-GB-Teilen 150 Dateien. Ein Foto und seine .json-Datei können in zwei verschiedenen Teilen liegen, also müssen alle Teile in einen Ordner. Ein FAT32-Laufwerk kann keine Datei über 4 GB speichern. Siehe Google Takeout entpacken: mehrere ZIP-Dateien zusammenführen und Wie viel Speicherplatz braucht Google Takeout?.

4. Die Download-Links gelten nur 7 Tage

Nach 7 Tagen sind die Links weg, und jeder Teil lässt sich nur eine begrenzte Zahl von Malen herunterladen. Danach heißt es: neuen Export anfordern und wieder warten. Was Sie dann tun: Google Takeout Download-Link abgelaufen?.

5. Exporte sind langsam

Google stellt das Archiv erst zusammen, bevor Sie etwas herunterladen können. Ein kleiner Export dauert einige Stunden, ein großer mehrere Tage, und beschleunigen lässt sich das nicht. Danach kommt noch der Download. Mehr in Wie lange dauert Google Takeout?.

6. Kein inkrementeller Export

Jeder Export ist eine komplette Kopie dessen, was Sie auswählen. "Nur die Fotos seit dem letzten Export" gibt es nicht. Auch regelmäßige Exporte (alle 2 Monate, ein Jahr lang) sind jedes Mal komplett. Für eine aktuelle Sicherung exportieren Sie entweder alles neu oder wählen nur die neuesten Jahresordner aus, etwa "Photos from 2026".

7. Duplikate

Der Export hat oft mehr Dateien als Ihre Bibliothek:

  • Bearbeitete Fotos kommen doppelt: das Original und eine Kopie mit -edited im Namen.
  • Albumordner wiederholen Fotos. Ein Foto im Album liegt oft auch im Jahresordner, ein Foto in drei Alben dreimal.
  • Live Photos und Motion Photos kommen als zwei Dateien, ein Standbild und ein kurzes Video.

Wo Google Takeout noch Extra-Ordner anlegt: Google Takeout Archiv und Papierkorb: was behalten?.

8. Manche Daten fehlen

  • Gesichtergruppen. Die Namen, die Sie Personen gegeben haben, stehen in den .json-Dateien, aber die Gesichtserkennung selbst wird nicht exportiert.
  • Fotos von anderen. In geteilten Alben enthält Ihr Export nur die Fotos, die Sie selbst hinzugefügt haben. Fotos anderer und Fotos aus der Partnerfreigabe, die Sie nicht gespeichert haben, fehlen meist.
  • Manche Kommentare und Likes in geteilten Alben.
  • Googles eigene Kreationen. Manche Effekte, Animationen und Collagen aus Google Fotos kommen nicht so zurück, wie Sie sie in der App gesehen haben.
  • Originalqualität, die Google nicht mehr hat. Haben Sie in reduzierter Qualität hochgeladen, liefert Takeout diese Version. Siehe Google Fotos Qualitätsverlust durch Takeout?.

9. Das Archiv ist nicht verschlüsselt

Der Download läuft über HTTPS, aber die ZIP- oder TGZ-Datei hat kein Passwort. Wer Zugriff auf die Festplatte hat, kann sie öffnen. Mehr zur Sicherheit: Ist Google Takeout sicher?.

10. Keine Wahl bei Ordnern und Namen

Ordnerstruktur, Dateinamen und Datumsformat können Sie nicht wählen. Sie bekommen Googles Ordner ("Photos from 2019", Albumordner) und die Dateinamen Ihrer Geräte. Nach Jahr und Monat sortieren oder nach Datum umbenennen ist ein eigener Schritt, siehe Fotos nach Jahr und Monat sortieren.

So umgehen Sie die wichtigsten Nachteile

Die meisten Nachteile betreffen die Dateien nach dem Download, nicht den Download selbst. Ein Programm auf Ihrem Rechner löst sie in einem Durchgang.

Takeout JSON Metadata Fixer liest die ZIP-Dateien oder die entpackten Ordner, ordnet jedem Foto seine .json-Datei zu (auch bei den 46-Zeichen-Namen und den (1)-Zählern) und schreibt das echte Aufnahmedatum, den GPS-Standort und die Beschreibungen ins Foto. Die App setzt die Dateidaten, kann umbenennen und in Jahres- und Monatsordner sortieren und listet jede Datei auf, die sie nicht zuordnen konnte. Sie läuft offline auf Windows, Mac und Linux, mit deutscher Oberfläche. Die ersten 500 Fotos sind kostenlos, Premium kostet einmalig 19,99 $.

Für den Rest: Fordern Sie den Export an, wenn Sie innerhalb von 7 Tagen herunterladen können, wählen Sie bei großen Bibliotheken große Teile oder TGZ, und speichern Sie Fotos aus geteilten Alben vorher in Ihrer eigenen Bibliothek.

Häufige Fragen

Gibt es ein Größenlimit bei Google Takeout?

Für den ganzen Export nicht. Takeout teilt ihn in Teile von 1, 2, 4, 10 oder 50 GB. Eine große Bibliothek ergibt einfach mehr Teile.

Warum zeigt mein Export das falsche Datum?

Das Datum steht in den .json-Dateien, nicht in vielen Fotos. Der Rechner zeigt stattdessen das Download-Datum. Mehr dazu: Google Fotos: Datum falsch nach Takeout?.

Kann Takeout nur neue Fotos exportieren?

Nein. Sie können einzelne Alben oder Jahresordner auswählen, aber jeder Export ist eine komplette Kopie der Auswahl.

Behält Google Takeout die Alben?

Ja, als Ordner. Ein Foto in mehreren Alben liegt aber in jedem Ordner, und geteilte Alben enthalten nur Ihre eigenen Fotos.

Löscht Takeout Daten bei Google?

Nein, es kopiert nur. Siehe Google Takeout Daten löschen? Der Export löscht nichts. Was Takeout überhaupt ist: Google Takeout: Was ist das?.