JSON-Dateien aus Google Takeout löschen: Wann es sicher ist
Ja, Sie dürfen die .json-Dateien löschen, aber erst nach der Übernahme. Wie Sie das prüfen und wie Sie Tausende JSON-Dateien auf einmal entfernen.
Ja, aber die Reihenfolge ist wichtiger als alles andere auf dieser Seite.
Die .json-Dateien sind kein Müll, den Google versehentlich mitgeschickt hat. In ihnen stehen Aufnahmedatum, Ort, Bildunterschrift und Albumzugehörigkeit für jedes Foto, das diese Daten nicht selbst in sich trägt. Löschen Sie sie, solange Ihre Fotos noch ohne Datum sind, haben Sie die Informationen weggeworfen. Der einzige Weg zurück ist ein neuer Takeout-Export, und das heißt wieder Tage warten.
Was in den Dateien steht
Zu jedem Foto gehört eine Datei wie IMG_2034.JPG.supplemental-metadata.json, bei älteren Exporten IMG_2034.JPG.json. Darin steht unter photoTakenTime das echte Aufnahmedatum, unter geoData der Ort, dazu Beschreibung, Favoritenstatus und markierte Personen. In jedem Albumordner liegt außerdem eine metadata.json mit dem Albumnamen.
Google schreibt diese Daten nicht ins Foto zurück, sondern nur in diese Textdateien. Kein Fotoprogramm liest sie. Was genau drinsteht, erklärt Was sind die JSON-Dateien in Google Takeout?.
Wann Sie sie gefahrlos löschen können
Es gibt zwei Fälle.
Erster Fall: Alle Ihre Fotos haben bereits ein EXIF-Datum in der Datei. Das ist bei reinen Kamerafotos möglich, aber bei den meisten Bibliotheken nicht der Fall. Screenshots, WhatsApp-Bilder, Scans und alles, was Sie in Google Fotos umdatiert haben, hängen an der JSON-Datei. Prüfen können Sie das mit exiftool:
exiftool -r -if 'not $DateTimeOriginal' -filename "Takeout/Google Fotos"
Ist die Liste leer, bringen die JSON-Dateien wenig, und Sie können sie löschen. Verlieren würden Sie dann nur die Beschreibungen, Favoriten und von Hand gesetzte Orte.
Zweiter Fall, der übliche: Die Liste ist nicht leer. Dann übernehmen Sie zuerst die Daten aus den JSON-Dateien in die Fotos, prüfen ein paar Bilder, und löschen die JSON-Dateien erst danach.
Eine Ausnahme: Wenn Ihr Ziel Immich oder PhotoPrism ist, behalten Sie die JSON-Dateien, bis der Import abgeschlossen ist. Diese Programme lesen sie direkt.
Die Daten übernehmen, bevor Sie löschen
Takeout JSON Metadata Fixer liest jede JSON-Datei, schreibt Aufnahmedatum, Uhrzeit und GPS in das zugehörige Foto oder Video und setzt die Dateidaten passend. Die App kennt beide Namensschemata, die bei 46 Zeichen gekürzten Namen und die (1)-Duplikate, bei denen der Zähler in der JSON-Datei an einer anderen Stelle steht. Am Ende meldet sie, welche Dateien sie keiner JSON-Datei zuordnen konnte. Dann können Sie die .json-Dateien löschen und wissen, dass nichts zurückbleibt.
Die App schreibt in einen neuen Ordner. Die Ausgabe enthält keine JSON-Dateien, außer Sie schalten "JSON-Sidecars schreiben" für Immich oder PhotoPrism ein. Ihr Original-Export bleibt unangetastet, bis Sie ihn selbst löschen.
Die Oberfläche ist auf Deutsch, alles läuft auf Ihrem Rechner. Windows, Linux und Mac. Die ersten 1000 Fotos sind kostenlos, Premium kostet einmalig 19,99 US-Dollar.
Wer es von Hand machen will, findet den Weg in der exiftool-Anleitung.
Prüfen, bevor Sie löschen
Suchen Sie im reparierten Ordner fünf Dateien heraus: ein Kamerafoto, einen Screenshot, ein WhatsApp-Bild, ein Video und ein Foto, das Sie in Google Fotos umdatiert hatten. Unter Windows: Rechtsklick, Eigenschaften, Details, "Aufnahmedatum". Auf dem Mac: Informationen anzeigen. Stimmen alle fünf, können die JSON-Dateien weg.
Tausende JSON-Dateien auf einmal löschen
Wenn Sie die JSON-Dateien im Original-Export loswerden wollen, etwa weil Sie ihn so archivieren möchten:
Unter Windows öffnen Sie den Ordner Takeout im Explorer und tippen oben rechts in das Suchfeld *.json. Die Suche zeigt alle JSON-Dateien aus allen Unterordnern. Strg+A, Entf. Bei Zehntausenden Dateien dauert die Suche eine Weile.
In der Eingabeaufforderung geht es schneller:
del /s /q "Takeout\*.json"
Auf dem Mac oder unter Linux im Terminal:
find Takeout -name "*.json" -delete
Beide Befehle löschen ohne Rückfrage und ohne Papierkorb. Führen Sie sie erst aus, wenn die Daten in den Fotos stecken und Sie es geprüft haben.
Häufige Fragen
Ich habe die JSON-Dateien schon gelöscht. Was jetzt?
Wenn Ihre Fotos noch kein Datum haben, hilft nur ein neuer Takeout-Export. Fotos mit eigenem EXIF-Datum sind nicht betroffen. Prüfen Sie mit dem exiftool-Befehl oben, wie viele es trifft.
Brauchen die JSON-Dateien viel Platz?
Nein. Einige hundert Byte bis ein paar Kilobyte pro Stück, zehntausend davon etwa 10 MB. Der Grund zum Löschen ist die Unordnung, nicht der Platz.
Kann ich die JSON-Dateien einfach in einen separaten Ordner verschieben?
Ja, aber dann findet kein Werkzeug sie mehr zu den Fotos. Die Zuordnung läuft über den Dateinamen im selben Ordner. Verschieben Sie sie erst nach der Übernahme.
Liest Google Fotos die JSON-Dateien beim erneuten Upload?
Nein. Laden Sie den Ordner wieder hoch, nutzt Google nur das EXIF im Foto. Auch dafür müssen die Daten vorher ins Bild geschrieben sein.