Takeout JSON
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Screenshots von Fotos trennen: ab in einen eigenen Ordner

Screenshots überfüllen die Fotosammlung und stören die Sortierung nach Datum. So erkennen Sie sie und verschieben alle auf einmal in einen eigenen Ordner.

Scrollen Sie durch Ihre Fotosammlung, und jedes dritte Bild ist ein Screenshot. Eine Bordkarte, ein Rezept, ein Chat, eine Karte, ein Meme. Einen Tag lang waren sie nützlich. Jetzt stehen sie für immer zwischen den Urlaubsfotos, und es sind Tausende.

Warum sie dort landen

Handys speichern Screenshots in der Kamerarolle oder in einem Ordner Screenshots, den die Galerie in die Hauptansicht mischt. Google Fotos hat sie mit allem anderen gesichert, und ein Takeout-Export gibt sie gemischt mit den Fotos zurück, oft in denselben Ordnern wie Photos from 2019.

Sie bringen auch die Sortierung nach Datum durcheinander. Screenshots sind PNGs ohne EXIF-Datum. Nach einer Kopie tragen sie nur das Dateidatum, also heute. Eine Sammlung, die nach Datum sortiert ist, bekommt oben einen Klumpen Screenshots. Warum das so ist, erklärt Warum haben Screenshots kein Aufnahmedatum?.

Screenshot oder Foto?

Ein paar Merkmale, sortiert nach Verlässlichkeit.

Der Dateiname. Screenshot_20190714-110530.png unter Android, Bildschirmfoto 2019-07-14 um 11.05.30.png oder Screenshot 2019-07-14 at 11.05.30.png auf dem Mac, Screen Shot auf älteren Macs, IMG_1234.PNG auf dem iPhone. Dort verrät die Endung PNG den Screenshot, denn iPhone-Fotos sind JPEG oder HEIC.

Das Format. Ein PNG in der Kamerarolle ist fast immer ein Screenshot. Kameras nehmen kein PNG auf.

Die Abmessungen. Screenshots haben genau die Größe des Bildschirms: 1080 mal 2340, 1170 mal 2532, 2560 mal 1440. Fotos haben die Größe des Kamerasensors: 4032 mal 3024, 4000 mal 3000.

Das EXIF. Fotos haben Kamerahersteller und Modell. Screenshots haben keines, oder eine Software-Angabe, welches System sie gemacht hat.

Takeout liefert noch ein Merkmal: Die .json-Datei von Google zu einem Screenshot hat in geoData keine echten Koordinaten und oft einen Titel, der dem Dateinamen des Screenshots entspricht.

Von Hand verschieben

Für Dateinamen reicht die Suche im Dateimanager. Suchen Sie in der Sammlung nach Screenshot, markieren Sie alles und verschieben Sie es in einen Ordner Screenshots. Auf einem deutschen Mac suchen Sie zusätzlich nach Bildschirmfoto. Suchen Sie dann nach *.PNG und sehen Sie durch, was übrig ist, denn iPhone-Screenshots sagen es nicht im Namen.

Unter Linux oder macOS erledigt find das:

find . -iname 'Screenshot*' -exec mv {} ./Screenshots/ \;

Für den PNG-Fall kann exiftool nach Format und fehlender Kamera auswählen:

exiftool -if '$FileType eq "PNG" and not $Make' -r -Directory=Screenshots .

Das verschiebt PNGs ohne Kamerahersteller in einen Ordner Screenshots. Sehen Sie den Ordner danach durch. Eine gescannte Zeichnung, die als PNG gespeichert ist, landet dort auch.

Dokumente sind dasselbe Problem

Fotos von Kassenbons, Whiteboards, Formularen, Buchseiten und Plakaten verstopfen die Sammlung genauso. Es sind echte Kamerafotos mit EXIF, also greifen die Tricks oben nicht. Sie sehen aber anders aus: flach, rechteckig, vor allem Text, wenig Farbe. Sie auseinanderzuhalten braucht entweder einen Menschen oder etwas, das sich das Bild ansieht.

Mit der App

Takeout JSON Metadata Fixer sortiert Screenshots und Dokumente beim Ordnen in eigene Ordner. Beides ist optional und bleibt aus, wenn Sie es nicht wollen.

Mit eingeschalteter Screenshot-Sortierung gehen Dateien, die an Name, Format und Abmessungen als Screenshot erkannt werden, in einen Ordner Screenshots statt in die Datumsordner. Sie bekommen die Endung _Screenshot im Dateinamen, damit sie überall erkennbar bleiben, wohin sie auch wandern. Ein Datum bekommen sie trotzdem, aus der Takeout-JSON-Datei oder aus der Datei, sodass sie in ihrem eigenen Ordner sinnvoll sortiert sind.

Mit eingeschalteter Dokument-Sortierung gehen Fotos, die wie Scans, Kassenbons, Whiteboards oder Papierkram aussehen, in einen Ordner Documents. Diese Sortierung arbeitet mit dem Bild selbst und nicht mit dem Dateinamen. So erkennt sie auch Handyfotos von Papier, die ganz normales EXIF haben. Ab und zu schätzt sie ein sehr flaches, textlastiges Foto falsch ein. Ein Probelauf zeigt, was wohin käme, bevor sich etwas bewegt.

Der Rest der Sammlung wird ganz normal behandelt: echte Daten aus den JSON-Dateien oder dem EXIF, lesbare Namen, Ordner nach Jahr/Monat oder welche Ordnerstruktur Sie wählen. Mehr dazu in Fotos in Ordner nach Jahr und Monat sortieren.

Offline auf Windows, Linux und Mac, mit deutscher Oberfläche. Die ersten 1000 Fotos sind kostenlos, Premium ohne Grenze kostet einmalig 19,99 $, für fünf Computer 49,99 $.

Häufige Fragen

Soll ich Screenshots löschen oder behalten?

Behalten Sie sie ein Jahr lang in ihrem eigenen Ordner und schauen Sie dann hinein. Die meisten sind bis dahin wertlos und lassen sich als Block löschen. Über ein paar, etwa einen Kassenbon oder eine Bestätigung, werden Sie froh sein.

Wird ein Screenshot von einem Foto als Screenshot einsortiert?

Ja, denn er ist einer: Er hat die Abmessungen des Bildschirms und keine Kameradaten. Ist er die einzige Kopie eines Bildes, das Ihnen wichtig ist, verschieben Sie ihn von Hand zurück.

Wie geht Google Fotos mit Screenshots um?

Auf dem Handy zeigt es ein Album Screenshots und kann es in der Hauptansicht ausblenden. Im Takeout-Export ist dieses Album ein Ordner, aber dieselben Dateien liegen auch in den Jahresordnern. Die Mischung kommt also zurück.

Was ist mit Bildschirmaufnahmen?

Das sind Videos mit den Abmessungen des Bildschirms und ohne Kamera-Metadaten. Die App behandelt Videos getrennt und sortiert Aufnahmen nicht in den Ordner Screenshots. Suchen Sie nach Screen Recording oder nach .mp4-Dateien mit Bildschirmabmessungen, um sie zu finden.